Ein Jahr am Mount Meru
Ein Erfahrungsbericht des Freiwilligen Philipp über sein Freiwilliges Soziales Jahr in Arusha, Tansania.
Vom 8. August 2025 bis zum 28. Juli 2026 durfte ich ein Jahr lang einen Freiwilligendienst in Arusha, Tansania, absolvieren. Während dieser Zeit war ich an der Albehije Primary School tätig und arbeitete dort mit Kindern im Alter von etwa drei bis 13 Jahren.
Meine Arbeit an der Primary School
Zu meinen wichtigsten Aufgaben gehörte die Wiederherstellung und Betreuung der Schulbibliothek. Jeden Tag verbrachte ich ungefähr eine Stunde mit einer Klasse in der Bibliothek. Dabei konnte ich die Kinder bei der Nutzung der Bibliothek unterstützen und ihnen einen Zugang zu Büchern und weiteren Lernmaterialien ermöglichen.
Darüber hinaus half ich im Unterricht und bei den Hausaufgaben und erstellte verschiedene Unterrichtsmaterialien. Je nachdem, was an dem jeweiligen Tag anstand, kam ich zwischen 8 und 10 Uhr in die Schule. Nach der Zeit in der Bibliothek arbeitete ich bis etwa 14 Uhr an unterschiedlichen Projekten, bereitete Unterrichtsmaterialien vor oder übernahm Sonderaufgaben. Anschließend unterstützte ich die Kinder bei ihren Hausaufgaben oder arbeitete an weiteren Projekten.
Ein Beispiel für ein solches Projekt war die Herstellung von Mülleimern für die einzelnen Klassen. Dabei konnte ich nicht nur praktisch mitarbeiten, sondern auch eigene Ideen einbringen und selbstständig Aufgaben übernehmen.
Meine Erfahrungen
Das Jahr in Tansania hat mir viele neue Einblicke in einen anderen kulturellen und gesellschaftlichen Alltag gegeben. Besonders die Kommunikation mit Menschen aus einer anderen Kultur war für mich eine wichtige Lernerfahrung. Neben sprachlichen Barrieren gab es auch Unterschiede in der Art und Weise, wie kommuniziert wird und wie der Alltag organisiert ist. Gleichzeitig habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Kommunikation mit den Kindern sehr einfach und unkompliziert war. Besonders beim gemeinsamen Fußballspielen konnte ich erleben, dass Sprache nicht immer notwendig ist, um miteinander in Kontakt zu kommen. Das gemeinsame Spielen hat die Verbindung zu den Kindern erleichtert und war für mich eine der schönen Seiten meines Aufenthalts.
Neben der Arbeit an der Schule war auch meine Freizeit ein wichtiger Teil meines Aufenthalts. Besonders an den Wochenenden und in den Ferien habe ich viel Sport gemacht und bin wandern gegangen. Dabei habe ich gemerkt, wie sehr mir die Natur Ruhe gibt und wie sehr sie mich entspannen kann. Diese Erfahrungen haben meinen persönlichen Bezug zur Natur verstärkt und mir gezeigt, wie wichtig ihr Erhalt für mich ist. Vor allem Mount Meur war in Meiner zeit in Tansania ein ständiger Begleiter da ich ihn jeden tag sah und er nicht nur ziel vieler Wanderungen war, sondern auch einen Orientierungspunkt in der Ganzen Stadt bot.
Was ich aus meinem Freiwilligendienst mitnehme
Mein Freiwilligendienst in Arusha hat meinen Blick auf andere Kulturen, meinen eigenen Lebensstandard und meine persönlichen Fähigkeiten verändert. Ich nehme vor allem mehr Selbstständigkeit, Organisation und Eigeninitiative aus diesem Jahr mit. Gleichzeitig habe ich gelernt, mich auf andere Kommunikationsweisen und ungewohnte Situationen einzulassen.
Besonders die Arbeit mit den Kindern und die Erfahrungen in der Natur werden mir in Erinnerung bleiben. Die gemeinsame Zeit in der Schule, das Fußballspielen und die Erlebnisse außerhalb der Schule haben das Jahr für mich zu einer besonderen Erfahrung gemacht.
Wenn ich im Nachhinein über dieses Außergewöhnliche Jahr nachdenke überwiegt in meinen Gefühlen die ich zu diesem Jahr habe vor allem die Dankbarkeit diese Erfahrungen gemacht haben zu dürfen und ein anderes Land auf eine so spezielle weise kennen zu lernen.
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- Veröffentlicht am: 14. Oktober 2026
- Autor: ADRAlive!- Freiwillige


