Freiwilligenarbeit bei LWANDI-Surf in Mosambik: Gruppe von Jugendlichen und Freiwilligen mit Surfboards am Strand von Ponta do Ouro

Zwischen Wellen, Unterricht und Neubeginn – Mein weltwärts-Jahr in Mosambik und Tansania

Ein Erfahrungsbericht eines ADRAlive!-Freiwilligen über sein Freiwilliges Soziales Jahr bei LWANDI-Surf und Baobab-Home.

Mein Freiwilligendienst verlief wohl etwas chaotischer als durchschnittliche Auslandsaufenthalt mit weltwärts, was mir aber die Chance gab so viel mehr Eindrücke und Erfahrungen zu sammeln, die ich bis jetzt ein Monat nach der Rückkehr immer noch nicht ganz verarbeitet habe. Könnte ich die Zeit zurückdrehen würde ich mir wünschen, dass alles genau so nochmal passieren würde.

Surfen und Sozialarbeit: Mein Einsatz bei LWANDI-Surf in Mosambik

Alles geht los in Ponta do Ouro/Mosambik, dem Ort, an dem ich eigentlich ein Jahr verbringen sollte. Daraus wurden dann wunderschöne vier Monate an der Küste Mosambiks. Ich habe vier Monate bei LWANDI-Surf gearbeitet und auch viel Zeit außerhalb meiner Arbeitszeit beim Projekt bzw. mit dem surfen verbracht. Wie sich jetzt schon ahnen lässt ist LWANDI-Surf ein Surf Projekt mit dem Ansatz der Surftherapie für Kinder und Jugendliche aus Ponta do Ouro. Unsere Arbeitswoche war damals in zwei geteilt. Den ersten Teil der Woche haben wir den Jugendlichen bei den Hausaufgaben geholfen und den zweiten Teil der Woche haben wir mit Surfen und mentalen Übungen verbracht, zum Beispiel mit meditieren oder damit über unsere Gefühle zu sprechen. Meine Zeit dort habe ich neben dem surfen eigentlich trotzdem immer am Meer verbracht, um einfach nur zu chillen, spazieren zu gehen, zu baden oder zu tauchen. Dann kam ein mehr oder weniger unerwarteter Hardcut und alle weltwärts-Freiwilligen mussten das Land aufgrund politischer Unruhen verlassen. Von den Protesten und Ausschreitungen selber haben wir im kleinen Küstendorf Ponto do Ouro gar nichts mitbekommen. Trotzdem mussten wir dann von ein auf den anderen Tag nach Südafrika, um dort zu gucken, wie die nächsten Schritte aussehen.

Mein Freiwilligendienst im Baobab Home in Tansania

Nach zwei Wochen stand für mich fest, dass ich meinen Freiwilligendienst in Tansania fortsetzten werde und ein paar Tage später ging dann auch schon unser Flug. Die nächsten sieben Monate und damit die restliche Zeit des regulären Freiwilligendienst habe ich in Bagamoyo, im Baobab-Home verbracht. Dort habe ich ca. die Hälfte meines Aufenthalts in der Grundschule gearbeitet, mit den Kindern zusammen Englisch lesen geübt, Schulplakate vorbereitet, Tests korrigiert und generell die Lehrer unterstützt. Die andere Hälfte habe ich zusammen mit den Farmarbeitern täglich draußen auf der Farm verbracht und die verschiedensten Feldarbeiten und alles, was dazu gehört gemacht. Bogamoyo als relativ kleiner Küstenort ist schnell erkundet, weshalb ich mich auch im Tanzen und boxen versucht habe. Auch habe ich viel Zeit am Strand verbracht, obwohl die Küste nicht allzu sehr zum Baden einlädt. Dar es Salam ist zum Glück nur anderthalb bis zwei Stunden mit dem Bus entfernt wodurch man immer schnell und einfach mal ein Wochenende nach Dar es kann. In meiner Zeit in Bagamoyo habe ich ebenfalls Kenya, Uganda und Ruanda besucht, was auf jeden Fall eine Erfahrung Wert ist. In Bagamoyo habe ich mich dazu entschieden meinen Freiwilligendienst um ca. vier Monate zu verlängern und wurde in dieser Zeit in Arusha eingesetzt. In der ALBEHIJE-Grundschule hatte ich ähnliche Aufgaben wie an der Schule in Bagamoyo. Da Arusha eine vergleichsweise große Stadt ist und das zweite kulturelle Zentrum Tansanias ist, habe ich mich als Berliner in dieser Stadt deutlich wohler gefühlt.

Was ich aus meinem Freiwilligendienst gelernt habe

Das erste und wichtigste, was ich gelernt habe und jeder Freiwillige meiner Meinung nach lernen sollte ist die jeweilige Sprache. Ich habe damals in Mosambik portugiesisch gelernt und danach in Tansania Suaheli. Beides sind schöne Sprachen und essenziel, um einen Auslandsaufenthalt auf einer neuen Ebene zu erleben. Ich habe viel andere Dinge gelernt, über mich selbst, meine Weltansicht, die Welt an sich und so unglaublich viel erlebt, dass man es nicht hier und in keinem anderen Bericht richtig rüberbringen kann. Deswegen werde ich das auch nicht versuchen, sondern einfach jedem empfehlen den Versuch selber zu starten um verstehen zu können was Ich meine.

Freiwilligenarbeit in Mosambik: Gruppe von Jugendlichen und Volunteers beim Surftraining am Strand in Ponta do Ouro
Freiwilligendienst in Tansania: Freiwilliger unterstützt Kinder beim Basteln und Lernen im Klassenzimmer einer Grundschule
Freiwilligenarbeit bei LWANDI-Surf in Mosambik: Jugendliche und Volunteers beim Surftraining am Strand von Ponta do Ouro.

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